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12. Oktober 2017 – Unterzeichnung des Memorandums zur Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums von Lissabon bis Wladiwostok

Am 12. Oktober, Im Rahmen des 10.  Unternehmerkongresses Deutschland-Russland unterzeichnete der Vorstandsvorsitzende des VRWD Prof. Dr. Alexey Lavrov das Memorandum zur Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums von Lissabon bis Wladiwostok.

Der 2015 gegründete Arbeitskreis zur Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums von Lissabon bis Wladiwostok bringt Geschäftsleute aus verschiedenen Ländern zwischen Lissabon und Wladiwostok mit politischen Entscheidern und Verbänden zusammen. Die Gründungsmitglieder sind das Deutsch-Russische Forum, die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer, der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, und der Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft und das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum. Im Jahr 2017 haben sich auch die Repräsentanz der Deutschen Wirtschaft in Belarus, der Wirtschaftsclub Russland e.V. und der Verein der Russischen Wirtschaft in Deutschland der Initiative angeschlossen. Gleichzeitig werden Gespräche mit Verbänden und Unternehmen in vielen Ländern in Ost- und Westeuropa geführt, wie zum Beispiel in Frankreich, Italien, der Ukraine und dem Baltikum.

Unternehmen sind schon lange transnational, und jetzt ist es an der Zeit, dass der Ansatz der politischen Entscheidungsträger diese Tatsache widerspiegelt. Die Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums, der alle Länder zwischen Wladiwostok und Lissabon miteinschließt, ist ein wichtiger Schritt zur Beseitigung alter und neuer Hindernisse und zur gemeinsamen Lösung der politischen Probleme, die sich in letzter Zeit hier ergeben haben. Es ist der Beitrag der Wirtschaft zur friedlichen Zusammenarbeit. Die Initiative versteht sich als offener Kreis, der alle Länder von West nach Ost einbeziehen will, um Impulse zu schaffen, die über die gegenwärtigen Strukturen hinausgehen und bilateralen Kräfteverhältnissen entgeht.

 

Der Kernaspekt eines Gemeinsamen Wirtschaftsraums ist eine mehrstufige Partnerschaft zwischen der EU und der EEU. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Zusammenarbeit zwischen der EU und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EEU) für alle Seiten von Vorteil ist. Trotz der unterschiedlichen Befugnisse der EU und der EEU sollte ein Dialog zwischen ihnen sowohl auf politischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene geführt werden. Dies sollte durch die Schaffung dauerhafter Netzwerke zwischen den Beamten der beiden Kommissionen und durch die Einrichtung eines ständigen Dialogs geschehen.

 

Neben dem langfristigen Ziel der  Errichtung einer Freihandelszone gibt es viele regulatorische und technische Bereiche, in denen wir bereits heute zusammenarbeiten können (z. B. Produktzertifizierung und technische Standards; vereinfachte Steuerregelung zur Erleichterung des internationalen Handels und der grenzüberschreitenden Dienstleistungen; Harmonisierung der nationalen Wirtschaftssysteme, gegenseitige Anerkennung von amtlichen Dokumenten ohne Apostille, Erleichterung von Visa-Regelungen).

 

Ziele der Arbeitsgruppe:

  • ein konstanter und produktiver, respektvoller Dialog zwischen den supranationalen Gremien und allen Ländern dazwischen;
  • eine ergebnisorientierte Diskussionsplattform für Wirtschaft und Politik, in der Probleme angesprochen und Ideen entwickelt werden.

 

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